Tag der offenen Tür im Stadtarchiv München

Das Stadtarchiv München lädt für Samstag, den 22. Juni 2013 von 10 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Neben zwei Studioausstellungen werden Führungen durch die Restaurierungswerkstatt (11 Uhr) und die Magazine (12 Uhr, 13 Uhr und 14.30 Uhr) angeboten. Im Lesesaal können sich die Besucherinnen und Besucher über die Bestände des Archivs informieren.

Ausstellung: Schiffspatenschaften der Stadt München 1892 – 1972
Zwischen 1892 und 1972 wurden sechzehn zivile Schiffe und ein militärischer Kreuzer auf den Namen "München" getauft. Sie waren auf dem Bodensee und dem Starnberger See, auf der Donau und auf hoher See in Dienst. Die Münchner Oberbürgermeister waren oft bei den Schiffstaufen, beim Probelauf oder sonstigen Anlässen persönlich anwesend. Zu den Kapitänen und Mannschaften der Schiffe pflegte die Stadt einen regen Kontakt, der sich in Patengeschenken, weiteren Geld- und Sachspenden sowie zahlreichen Briefen äußerte.

Im Mittelpunkt der Ausstellung im Stadtarchiv München steht das Modell eines Fischereischiffes, das am 28. Februar 1961 von Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel in Bremerhaven getauft worden war. Vor 50 Jahren, genau am 25. Juni 1963, ging die "München" unter dramatischen Umständen vor Grönland unter; 27 Besatzungsmitglieder verloren dabei ihr Leben. Es war die größte Katastrophe der deutschen Hochseefischerei nach dem 2. Weltkrieg.

Mit Fotos und Dokumenten aus dem Stadtarchiv München wird der unglücklichen Geschichte dieses Schiffes und darüber hinaus weiterer Schiffe mit dem Namen "München" nachgegangen.

OB Hans-Jochen Vogel tauft das Fischereimotorschiff

Ausstellung: Fotos aus dem Leben Schalom Ben-Chorins – Zum 100. Geburtstag am 20. Juli 2013
Vor einhundert Jahren, am 20. Juli 1913, wurde in München der Religionsphilosoph und Schriftsteller Schalom Ben-Chorin unter dem Namen „Fritz Rosenthal“ geboren. Trotz schmerzlicher Erfahrungen während der NS-Zeit blieb er der Stadt bis an sein Lebensende eng verbunden. Schalom Ben-Chorin starb am 7. Mai 1999 in Jerusalem. Als Brückenbauer zwischen den Religionen und als einer der wichtigsten Protagonisten des christlich-jüdischen Dialogs genießt er bis heute höchstes Ansehen.

Das Stadtarchiv München, das seit einigen Jahren das originalgetreu aufgebaute Arbeitszimmer Ben-Chorins beherbergt, erinnert aus diesem Anlass an dessen bewegtes Leben.

Kontakt:
Stadtarchiv München
Winzererstr. 68
80797 München
Tel.: 089 233-0308
Fax: 089 233-30830
stadtarchiv@muenchen.de
www.muenchen.de/stadtarchiv

Musikalischer Schatz im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig

Im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig schlummert ein riesiger bisher kaum erforschter Quellenschatz der Leipziger Musikverlage. Mit einem von den Universitäten Leipzig und Münster veranstalteten Symposium wollen Wissenschaftler die Erforschung des Materials vorantreiben.

Zu dem wissenschaftlichen Symposium "Das Leipziger Musikverlagswesen im internationalen Kontext" treffen sich vom 20. bis 22. Juni 2013 im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig und im Institut für Musikwissenschaft der Universität in Leipzig Musik-, Rechts-, Medien- und Buchwissenschaftler, um über ein Stück städtischer Kulturgeschichte zu diskutieren. Die Tagung soll Impulse zu einer umfassenderen, auch international vergleichenden Erforschung der Verlage aus einer interdisziplinären kulturgeschichtlichen Perspektive liefern. "Ein wesentliches Thema ist die Vernetzung der Verlage mit anderen Leipziger Musikinstitutionen, wie Gewandhaus oder Bach-Gesellschaft sowie mit ausländischen Firmen und Komponisten", sagt Dr. Stefan Keym, Musikwissenschaftler an der Universität Leipzig.

Die Referenten zählen zu den führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet: Bernd-Rüdiger Kern und Janine Wolf aus Leipzig werden über die Entwicklung des Musikurheberrechts im 19. Jahrhundert am Beispiel Carl Maria von Webers sprechen. Luca Aversano aus Rom referiert über Kooperation und Konkurrenz zwischen Breitkopf & Härtel und der Mailänder Weltfirma Ricordi, Sophie Fetthauer aus Hamburg über das Schicksal des jüdischen Verlegers Eulenburg im "Dritten Reich".

Leipzigs musikalische Verlagslandschaft hatte vom späten 18. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg weltweit eine Vorreiterrolle. Aus dieser Zeit ist ein umfangreicher Quellenschatz überliefert, der im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig ruht. Im Fokus der Tagung stehen also nicht die Komponisten und ihre Werke, sondern ihre geschäftlichen Aktivitäten. "Die Verleger hatten einen großen Einfluss", sagt Keym. "Durch ihre Programmpolitik, ihre finanzielle Förderung der Komponisten und ihre Vernetzung mit anderen Musikinstitutionen nahmen sie starken Einfluss auf die Repertoire- und Kanonbildung. Das ist ein wichtiger Aspekt, der in der Forschung lange Zeit kaum beachtet wurde."

"Bis heute herrscht die romantische Vorstellung vor: Kunst und Kommerz haben nichts miteinander zu tun", berichtet Stefan Keym, der das Symposium gemeinsam mit Dr. Peter Schmitz von der Universität Münster organisiert. Es sei jedoch unumstritten, dass die wirtschaftliche Seite der Kunst eine wichtige Rolle für die Komponisten spielte. Die Komponisten hätten oft subtile Geschäfts- und Marketingstrategien entwickelt.

Leipzig – das Zentrum europäischer Musikalienproduktion
Um 1800 entsteht das Phänomen "Musikstadt Leipzig": Die Stadt wird zum Vorbild der bürgerlichen Musikkultur, vor allem mit den Konzerten im Gewandhaus. In dessen Direktion wirkten diverse Verleger. "Bis zum 18. Jahrhundert war es üblich, dass es in jeder größeren Stadt nur einen Verlag gab, der auf Musik spezialisiert war", sagt Stefan Keym. In Leipzig etablierten sich ab 1800 neben den beiden Welthäusern Breitkopf & Härtel und C. F. Peters (Bureau de Musique) eine Vielzahl weiterer Musikverlage, deren Publikationen das internationale Musikleben maßgeblich prägten. "Diese Konzentration im Musikverlagswesen war eine Besonderheit angesichts der staatlichen Zersplitterung im frühen 19. Jahrhundert", sagt Stefan Keym. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkten in Leipzig mehr als 30 Musikverlage. Bis 1945 blieb die Stadt Marktführer: Ein Drittel der Musikverlagsproduktion kam aus Leipzig, 20 Prozent aus Berlin.

Quellensammlung nach 1945
Im Zeitraum der beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts allerdings haben die Leipziger Musikverlage ihre dominierende internationale Stellung teilweise eingebüßt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Leipziger Verlage enteignet, die führenden Verleger siedelten sich im Westen der Republik an. In der DDR wurden Hofmeister und Breitkopf zum Deutschen Verlag für Musik zusammengefasst, alle Quellen gingen in Staatsbesitz über.

Dazu zählten neben Musikalien (Notenhandschriften, Stichvorlagen mit Korrekturen der Komponisten) auch Briefe zwischen Verlegern und Komponisten, Verträge, Lizenzen, Copyright-Anmeldungen und Rechtsstreitigkeiten. Heute gehört das Material wieder den Verlagen, ist jedoch weiterhin im Sächsischen Staatsarchiv zugänglich. "Das ist ein riesiges Quellenmaterial, das bis heute nur bruchteilhaft ausgewertet ist. Dabei handelt es sich um einen umfangreichen Bestand der Musikverlage Breitkopf und Peters. Bei Breitkopf sind es allein 300 Meter Archivbestand", sagt Keym. "Wenn man darin blättert und liest, bekommt man einfach einen sehr plastischen Eindruck, wie das Musikleben damals so ablief."

Parallel zu dem Symposium werden in der begleitenden Ausstellung "Da ist Musik drin. Leipziger Musikverlage in Zeugnissen aus zwei Jahrhunderten" Beispiele dieser musikverlagsgeschichtlichen Quellen im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig erstmals öffentlich gezeigt.

Links:

Kontakt:
PD Dr. Stefan Keym
Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig
Telefon: +49 341 9730-450
keym@rz.uni-leipzig.de

Dr. Peter Schmitz
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Münster
Telefon: +49 251 83-24549
http://www.uni-muenster.de/Musikwissenschaft/schmitz.html

Quelle: Claudia Euen, idw online / Susann Huster, Pressestelle Universität Leipzig, Medieninformation, 13.6.2013

Ausstellung zur Gründung des Reutlinger Arbeiterbildungsvereins

In einer Wandvitrinenausstellung präsentiert das Stadtarchiv Reutlingen noch bis Ende August 2013 eine kleine Ausstellung zur Gründung des Reutlinger Arbeiterbildungsvereins vor 150 Jahren. Arbeiterbildungsvereine stellten bis zur Entstehung von Parteien die vorherrschende Organisationsform der deutschen Arbeiterbewegung dar. Sie spielten zudem bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle als lokale Volksbildungseinrichtungen. Anlässlich der Gründung des Arbeiterbildungsvereins Reutlingen, einem Vorläufer des Reutlinger Naturtheaters, beschäftigt sich die kleine Vitrinenausstellung des Stadtarchivs mit der Geschichte dieser 1863 entstandenen Vereinigung.

Bereits im Zuge der Revolution von 1848/49 hatte sich ein Reutlinger Arbeiterverein gebildet, der sich im Winter 1849/50 wieder auflöste. Den Repressionen der nachrevolutionären Zeit folgte Ende der 1850er Jahre deutschlandweit eine neue Ära liberalerer Politik. Mit dem Ende der sogenannten Reaktionszeit kam es zur Neugründung von Gewerkschaften und Arbeitervereinen. Wie in zahlreichen anderen württembergischen Städten konstituierte sich auch in Reutlingen ein Arbeiterbildungsverein, der am 10. Juli 1863 gegründet wurde. Zwar erfolgte die Vereinsgründung ohne unmittelbare Anknüpfung an organisatorische oder personelle Traditionen des ehemaligen Arbeitervereins, der Arbeiterbildungsverein übernahm jedoch in den ersten Jahren seines Bestehens beispielsweise dessen Fahne mit dem Emblem der zwei verschlungenen Hände als Symbol für die Arbeiterverbrüderung.

Am 3. März 1919 hatten sich der Arbeiterbildungsverein und der Gesangverein Frohsinn zum Arbeiterbildungsverein Frohsinn vereinigt. Für 10-jährige Mitgliedschaft wurde dem Sänger Fritz Baur 1923 diese Urkunde verliehen (Foto: Stadt Reutlingen)

Abb.: Am 3. März 1919 hatten sich der Arbeiterbildungsverein und der Gesangverein Frohsinn zum Arbeiterbildungsverein Frohsinn vereinigt. Für 10-jährige Mitgliedschaft wurde dem Sänger Fritz Baur 1923 diese Urkunde verliehen (Foto: Stadt Reutlingen).

Geprägt waren die ab den 1860er Jahren entstehenden und im Vergleich zur 1848er Arbeiterbewegung generell weitaus gemäßigter agierenden Vereine vor allem von sozialharmonischen Ideen etwa Hermann Schulze-Delitzschs, einer der Gründerväter des deutschen Genossenschaftswesens. Die Vereine stellten die wirtschaftlichen Interessen der Arbeiterschaft, die im Wesentlichen Industrie- und Landarbeiter sowie Handwerksgesellen umfasste, in den Mittelpunkt ihrer Bestrebungen.

Dementsprechend war das Ziel des Arbeiterbildungsvereins Reutlingen neben der „Veredelung des mehrstimmigen Gesangs gesellschaftlicher Lieder“ zunächst die Unterstützung kranker Mitglieder und die Auszahlung von Reisegeld bei Wanderschaft. Zur Realisierung dieser Vorhaben rief der Arbeiterbildungsverein noch im Gründungsjahr 1863 eine Sparkasse ins Leben, 1865 folgte eine Krankenkasse. Zum Vereinsprogramm gehörten ebenfalls Bildungsvorträge und Unterrichtsangebote beispielsweise in Rechtschreibung oder Buchführung in Verbindung mit der Reutlinger Fortbildungsschule. Der Verein richtete 1865 zudem eine Bibliothek mit politischer und unterhaltender Literatur ein. Ab 1886 fand diese Bibliothek für mehr als 25 Jahre eine dauerhafte Bleibe im Gasthaus „Zur Eintracht“ Ecke Lindach-Georgenstraße, dem langjährigen Vereinslokal des Arbeiterbildungsvereins.

Auch der politisch zur 1864 konstituierten württembergischen demokratischen „Volkspartei“ (VP) tendierende Reutlinger Arbeiterbildungsverein orientierte sich zeitweilig an der im August 1869 durch August Bebel und Wilhelm Liebknecht in Eisenach gegründeten „Sozialdemokratischen Arbeiterpartei“ (SDAP), eine von mehreren Vorläuferparteien der SPD. So hielt Bebel am 18. November 1869 im Rahmen einer Agitationsreise durch 13 württembergische Städte auf Einladung des Arbeiterbildungsvereins im Reutlinger Gasthof „Zum Bad“ einen Vortrag über die „Wichtigkeit der sozialen Bewegung der Arbeiterwelt“. Aber anders als etwa der Arbeiterbildungsverein Metzingen, der um die Jahreswende 1869/70 der SDAP beitrat und letztlich in der Sozialdemokratie aufging, gab der Reutlinger Verein seine bis etwa 1872 gepflegte Nähe zur Sozialdemokratie auf. Bereits 1871 war der Antrag des damaligen Vereinsvorstands Carl Zirbs, einem ursprünglich aus Schlesien stammenden Weber, auf Anschluss des Arbeiterbildungsvereins Reutlingen an die SDAP mit „etlichen 20 gegen 3 Stimmen“ gescheitert. Daraufhin erklärten Zirbs und drei weitere Mitglieder ihren Austritt, weil der Verein „in seiner Mehrzahl die Wahrheit nicht hören und die Interessen der Arbeiter nicht begreifen wolle, ein bloßes Fortvegetieren als Bildungsverein aber zwecklos sei“.

Nachdem sich der Verein von der Politik gelöst hatte, wuchs er zahlenmäßig stark an – von weniger als 80 Mitgliedern im ersten Jahrzehnt seines Bestehens bis auf 250 im Jahr 1890. Chorgesang und Theaterspielen bildeten zunehmend den Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten. 1912 entstand innerhalb des Arbeiterbildungsvereins der Dramatische Klub, der mit der Aufführung von Schauspielen an die Öffentlichkeit trat und gemeinsam mit der Sängerabteilung fortan das Vereinsleben bestimmte. Im März 1919 erfolgte die Vereinigung des Arbeiterbildungsvereins mit dem – 1882 unter dem Namen Schreinerfachverein gegründeten – Gesangverein Frohsinn zum Arbeiterbildungsverein Frohsinn. Nach der Machtübernahme 1933 wurde der Arbeiterbildungsverein Frohsinn aufgelöst, der Theaterklub konnte jedoch unter dem Namen „Reutlinger Naturtheater e. V.“ eigenständig weiterbestehen.

Die Ausstellung in den Wandvitrinen des Stadtarchivs ist bis Ende August zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Zeitgleich werden in den Vitrinen des Stadtarchivs u. a. Dokumente anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Hermann-Kurz-Schule sowie zu den Quellengattungen Stadtratsprotokolle und Extraktenbücher präsentiert.

Kontakt:
Stadtarchiv Reutlingen
Marktplatz 22
72764 Reutlingen
Telefon: 07121 303-2386
Telefax: 07121 303-2758
stadtarchiv@reutlingen.de

Quelle: Stadt Reutlingen, Pressemitteilung, 21.5.2013

Bildungspartnerschaft zwischen Stadtarchiv Euskirchen und GGS Weststadt

Vor wenigen Tagen haben das Stadtarchiv Euskirchen und die Gemeinschaftsgrundschule Weststadt eine Bildungspartnerschaft geschlossen. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung und dem Abschluss einer Bildungspartnerschaft unterstützt die Kreisstadt Euskirchen die effektive Vernetzung in ihrer Bildungsarbeit und will den aktiven Austausch in ihrer Stadt fördern. Die Zusammenarbeit zwischen der Schulform Grundschule und einem Stadtarchiv ist außergewöhnlich und wird bisher nur von zwei weiteren Städten in NRW praktiziert.

Ab dem Schuljahr 2013/2014 werden die beiden vierten Klassen der Weststadtschule sich mit der Geschichte der Stadt Euskirchen beschäftigen und dabei das Stadtarchiv besuchen. Sie werden viele verschiedene historische Quellen (Urkunden, Schriftmaterial, Fotos, Karteien oder Tondokumente) sehen und dürfen auch selbst erste kleine Rechercheaufgaben mit den Originalquellen bearbeiten. In einem zweiten Schritt besuchen die Archivmitarbeiterinnen die Klassen 4a und 4b in der Weststadtschule in ihren Klassenräumen. Mit dabei haben sie dann Urkunden aus verschiedenen Zeiten. Zum Beispiel Siegerurkunden, Ehrenurkunden oder eine Urkunde zur Grundsteinlegung einer Schule. Die Schülerinnen und Schüler dürfen dann ihre eigene Urkunde herstellen. Mit sauberer, sorgfältiger Schrift wird auf altem Papier ein eigener Wunsch oder eine Bitte festgehalten und am Ende wird dann diese Urkunde mit einem roten Siegel versehen. Das ganze Projekt hat den Namen "Mit Brief und Siegel".
Die jetzigen Klassen 4a und 4b können schon von ihren Erfahrungen berichten. Sie waren die Probeschülerinnen und -schüler, mit denen zum ersten Mal eigene Urkunden hergestellt wurden.

Im Jahr 2011 riefen die Archivberatungsstellen und das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen zur Initiative auf, Bildungspartnerschaften zwischen Archiven und Schulen vertraglich abzuschließen. Ziel dieser Kooperationen war die Förderung einer systematischen Zusammenarbeit von Archiven und Schulen.

Forschend entdeckendes Lernen gestaltet den Geschichtsunterricht lebendig. Die Schülerinnen und Schüler haben im Archiv die einzigartige Möglichkeit, sich anhand authentischer Materialien, anhand von Originalquellen, mit der Geschichte des eigenen Ortes und der eigenen Region auseinanderzusetzen. So erhalten historische Themen einen Bezug zum Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen. Das Lernen im und über das Archiv legt einen Grundstein für die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Heimatregion.

In jedem Kreis, in jeder Stadt und in jeder Gemeinde in Nordrhein-Westfalen gibt es ein Archiv. Archive sind ideale Orte für das historische Lernen und damit starke Partner für die Bildungsarbeit in den Schulen. Den Archiven bietet die Kooperation mit den Schulen den Vorteil, dass sie als Akteure in der regionalen Bildungsarbeit sichtbar sind und insgesamt eine stärkere öffentliche Wahrnehmung erfahren. Bei ihrer Bildungsarbeit können sie sich direkt mit den Schulen und ihren Lehrkräften abstimmen.

Die vertraglich vereinbarten Kooperationen zwischen Archiven und Schulen werden von der Medienberatungsstelle NRW gelenkt. Bislang wurden in ganz NRW insgesamt 35 Bildungspartnerschaften zwischen Archiven und Schulen abgeschlossen, davon 18 im Rheinland (Stand Mai 2013). Von diesen 18 Bildungspartnerschaften bestehen z. Zt. zwei in Euskirchen, nämlich zwischen dem Kreisarchiv Euskirchen und der Marienschule und zwischen dem Stadtarchiv Euskirchen und dem Emil-Fischer-Gymnasium. Nur vier Archive haben bisher, wie das Stadtarchiv Euskirchen, eine Bildungspartnerschaft mit zwei oder mehreren Schulen abgeschlossen. Nur bei zwei Archiven im gesamten Rheinland ist eine Partnerschaft mit einer Grundschule vereinbart worden, die Gemeinschaftsgrundschule Weststadt und das Stadtarchiv Euskirchen sind seit dem 07.06.2013 die Dritten im Bunde.

Kontakt:
Stadtarchiv Euskirchen
Kölner Straße 75
53879 Euskirchen
Dr. Gabriele Rünger
Tel.: 02251 / 14 361
gruenger@euskirchen.de

Quelle: Kreisstadt Euskirchen, Pressemeldung, 10.6.2013

Stadtarchiv Lübbecke nach Umzug wieder einsatzbereit

Das Stadtarchiv Lübbecke hatte sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, nach dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten im Südtrakt der Hauptschule, der als Gebäudekomplex stehen bleibt, ab Mitte Juni für Anfragen und Nutzungen wieder zur Verfügung zu stehen. Dank guter Vorbereitung und vieler tatkräftiger Helfer kann das Archiv nun sogar schon seit dem 10. Juni 2013 und damit eine Woche früher als geplant wieder eröffnet werden. Die Leitung des Stadtarchivs hat zum 1. Juni Diplom-Archivarin Christel Droste übernommen. Damit hat sie die Nachfolge von Helmut Hüffmann angetreten, der dieses Amt mehr als 40 Jahre inne hatte.

Christel Droste arbeitet bereits seit 2004 im Lübbecker Stadtarchiv und ist auch für die Gestaltung der Museumsausstellung im Kultur- und Medienzentrum verantwortlich. Darüber hinaus bietet sie Stadtführungen in Lübbecke an und hat ein umfangreiches Programm für Archiv- und Museumspädagogik entwickelt, das insbesondere von Schulen sehr stark nachgefragt wird. Angeregt durch die von Droste eingeführten Aktionstage und Einzelveranstaltungen haben in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen von den Angeboten des Archivs Gebrauch gemacht. Die beiden Umzüge im Jahr 2006 aus dem Alten Rathaus in das Gebäude der Hauptschule und aktuell in den Südtrakt der Hauptschule hat Christel Droste federführend begleitet. Hinzu kommt die Tätigkeit für die Gemeinde Stemwede, die ihre Archivalien seit 2011 durch das Stadtarchiv Lübbecke betreuen lässt. Unterstützt wird sie in der Archivarbeit durch ihre Kollegin Bettina Rohlfing, die für die technischen Arbeiten verantwortlich ist.
Anlässlich der jetzt erfolgten Ernennung zur Archivleiterin wünschte Bürgermeister Eckhard Witte Christel Droste viel Erfolg und ein gutes Händchen im Umgang mit den vielen ‚Schätzen’, die im Archivbestand gesichert werden. Gleichzeitig dankte er Helmut Hüffmann für dessen jahrzehntelanges Engagement, mit dem er „Ordnung in die Lübbecker Geschichte gebracht“ und die Lübbecker Bürger durch seine zahlreichen Publikationen immer wieder mit interessanten Episoden aus der Stadtgeschichte überrascht habe. Hüffmann wird weiterhin als wissenschaftlicher Berater des Archivs tätig sein und als Stadtchronist für die Fortschreibung der Lübbecker Annalen verantwortlich bleiben.

Im Stadtarchiv können die Archivbestände der Stadt Lübbecke und der Gemeinde Stemwede sowie die der früheren Ämter Gehlenbeck, Levern und Dielingen-Wehdem genutzt werden. Die Öffnungszeiten sind unverändert montags bis donnerstags von 8 bis 11:30 Uhr und nach Vereinbarung. Auch die telefonische Erreichbarkeit unter 05741/232034 ist gleich geblieben. Geändert hat sich hingegen der Zugang zu den neuen Räumlichkeiten, da der bisherige Archivbereich abgebrochen wurde. Das Archivteam weist darauf hin, dass der Zugang zurzeit über den Haupteingang der Hauptschule unmittelbar vom Wiehenweg aus erfolgt. Interessierte werden daher gebeten, die Klingel im Windfang der Schule zu betätigen und dort zu warten. Sie werden von einer Archivmitarbeiterin in Empfang genommen und zum augenblicklichen Nutzerraum begleitet.

Kontakt:
Stadtarchiv Lübbecke
Wiehenweg 33
32312 Lübbecke
Telefon: +49 5741 232034
Telefax: +49 5741 232035
c.droste@luebbecke.de

Quelle: Stadt Lübbecke, Pressemitteilung, 6.6.2013

Blog zum Rheinischen Archivtag 2013

Information und Dokumentation der Jahrestagung der rheinischen Archive am 13. und 14. Juni 2013 werden im Internet abrufbar sein. Nach den positiven Reaktionen auf das Blog "Rheinischer Archivtag 2012" wird dieses zusätzliche Angebot im Internet, das sowohl den Tagungsteilnehmenden als auch den Daheimgebliebenen als Informations- und Diskussionsforum dienen soll, als Tagungsblog "Rheinischer Archivtag" unter http://lvrafz.hypotheses.org/ fortgesetzt.

Die am 13. und 14. Juni 2013 in Aachen stattfindende Fachtagung widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Betrieb versus Projekt? Finanzierung der Archive in der Zukunft". Das Blog bietet dem veranstaltenden LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum die Möglichkeit, bereits im Vorfeld Informationen zu den Referierenden und ihren Vorträgen sowie Hinweise auf Publikationen oder Projekte zum Tagungsthema zu veröffentlichen, aber auch den Tagungsort und seine Archivlandschaft vorzustellen. Während der Veranstaltung plant die Redaktion eine möglichst zeitnahe Dokumentation der Rede- und Diskussionsbeiträge. Fragen und Kommentare im Blog sollen im zeitlich möglichen Rahmen an das Plenum weitergeleitet und dort auch erörtert werden. Die Plattform steht mit allen Artikeln auch nach der Veranstaltung als Forum zum weiteren fachlichen Austausch zum Tagungsthema zur Verfügung.

Link: Programm 47. Rheinischer Archivtag in Aachen

Kontakt:
LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim
Tel 02234 9854-468 und -466
Fax 02234 9854-349
afz.fortbildungszentrum@lvr.de

Stadtarchiv Bocholt mit historischem Foto des Monats zur Eröffnung des Schützenhauses

Das historische Foto des Monats des Stadtarchivs Bocholt beschäftigt sich diesmal mit der Geschichte des Bocholter Schützenhauses (heute Brauhaus). Acht Monate nach seiner Grundsteinlegung wurde das neu errichtete Schützenhaus am 15. Juni 1913 feierlich seiner Bestimmung übergeben. Mit der Fertigstellung des "Saalbaues des St.-Georgius-Schützenvereins und der Stadt Bocholt" – so der offizielle Titel -, konnte den Erwartungen sowohl von Seiten des Vereins als auch von der Stadtverwaltung Rechnung getragen werden.

Saalbau des St.-Georgius-Schützenvereins und der Stadt Bocholt (Foto: Stadt Bocholt)

Abb.: Saalbau des St.-Georgius-Schützenvereins und der Stadt Bocholt (Foto: Stadt Bocholt)

Der Schützenverein als Bauherr und Eigentümer bekam eine neue Wirkungsstätte für seine Schützenfeste, karnevalistischen Sitzungen, Frühlings- und Sommerbälle. Die Stadt Bocholt, die den Bau mit finanziellen Mitteln förderte, erhielt im Gegenzug das Recht, das neue Haus als Stadthalle für Konzerte, Theaterveranstaltungen, Versammlungen, Verbandstage und patriotische Festlichkeiten zu benutzen. Ein Vertrag zur Wahrung der beiderseitigen Interessen regelte alle Einzelheiten.

Das nach den Plänen des Architektenbüros Wellbrock und Schäfers in Essen entworfene Schützenhaus errichtete man etwa an der gleichen Stelle, wo schon der Vorgängerbau gestanden hatte. Die Erd- und Maurerarbeiten führte das Bocholter Unternehmen August Hülskamp aus. Kernstück des exklusiv gestalteten Neubaus war der 18 m breite, 32 m lange und 10,50 m hohe, mit einer Galerie ausgestattete Saal im Erdgeschoss. Dieser fasste 1.350 Personen und wurde an seiner Nordseite mit dem Bühnenhaus und nach Süden hin mit dem 150 qm großen Speisesaal verbunden. Nach dem Verlassen der Säle gelangte man in eine Wandelhalle. Von dort führten drei Ausgänge nach draußen zu den großzügig angelegten Terrassen. Eine Freitreppe wies den Weg in den Park. Auch dieser war im Einklang mit dem neuen Haus entworfen worden, und zwar von dem Düsseldorfer Gartenarchitekten Buerbaum. Er gestaltete die Grünanlage so, dass der monumentale Mittelbau des Schützenhauses von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus gut zur Geltung kam.

Die Einweihung des neuen Hauses geschah an einem freundlich-warmen Frühsommertag im Beisein von Vereinsmitgliedern und von Vertretern des öffentlichen Lebens. Architekt Dipl.-Ing. Heinrich Wellbrock hielt die Eröffnungsrede und überreichte dem Präsidenten des Schützenvereins, Theodor Schwartz, den Schlüssel des Hauses. Am Ende des Tages sah man überaus zufriedene Gesichter und vernahm, frei nach der oberhalb der Bühne angebrachten Inschrift "Eintracht-Geselligkeit-Gemeinsinn", allseits vorbehaltlose Anerkennung über den gelungenen Saalbau.

Kontakt:
Stadtarchiv Bocholt
Münsterstraße 76
46397 Bocholt
Telefon: 02871 24110-10 oder -12
Telefax: 02871/24110-17
stadtarchiv@mail.bocholt.de

Quelle: Stadt Bocholt, Pressemitteilung, 31.5.2013

Kreisarchiv Borken präsentiert Quellen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs

Die "Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes" und der Kreis Borken laden am Dienstag, 11. Juni 2013, zu einer Führung durch das Kreisarchiv Borken im Borkener Kreishaus, Burloer Straße 93, ein. Ab 18 Uhr geht es dann um die Aufgaben dieses regional bedeutsamen Archivs, seine Quellen und Bestände sowie um die Möglichkeiten der Benutzung und Forschung. Besonders interessant dabei: Ein Blick in das eigentlich für Besucher verschlossene Archivmagazin zeigt, wie die Akten, Urkunden, Karten, Pläne, Fotos und andere Dokumente dauerhaft und sicher aufbewahrt werden. Eingeladen sind alle historisch-politisch interessierten Bürgerinnen und Bürger, Heimatfreunde und besonders die Mitglieder der "Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes". Das Kreisarchiv bittet um eine Anmeldung per Mail an kreisarchiv@kreis-borken.de oder telefonisch unter 02861/82-1347.

Anlässlich des anstehenden 100. Jahrestages des Kriegsausbruchs von 1914 wird Kreisarchivarin Renate Volks-Kuhlmann Quellen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges in den Mittelpunkt des Abends stellen. Anhand von Kreistagsprotokollen, Schulchroniken, Feldpostbriefen oder Tagebuchaufzeichnungen zeigt sie dann Beispiele dafür, wie sich der Erste Weltkrieg und der Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik im Westmünsterland ausgewirkt haben. Wichtig ist der Kreisarchivarin auch, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit der Führung Anregungen und Austauschmöglichkeiten für eigene Forschungen zu geben.

Kontakt:
Kreisarchiv Borken
Kreishaus in Borken, Etage 3D/9D
Burloer Str. 93
46325 Borken
Telefon 02861/ 821347
kreisarchiv@kreis-borken.de

Quelle: Kreis Borken, Pressemitteilung, 3.6.2013

Geschichte in Orange. Oranien und die Niederlande in den Beständen des Hessischen Hauptstaatsarchivs

Der Besuch des Königs Willem Alexander der Niederlande mit seiner Gattin in Hessen ist für das Hessische Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden willkommener Anlass, die in seinen Magazinen verwahrten Bestände zu den Oraniern und den Niederlanden in einer Ausstellung zu präsentieren. Prächtig verzierte Urkunden, Briefe, Zeichnungen, Karten und Siegel aus sieben Jahrhunderten vergegenwärtigen familiäre Verflechtungen, internationale politische und dynastische Beziehungen sowie kulturelle Einflüsse der Oranier insbesondere in Hessen.

Die ausgewählten Exponate reichen von den Anfängen und dem weiteren Aufstreben der Dynastie über den Unabhängigkeitskrieg der Niederlande bis hin zu der 1814 erfolgten Aufgabe der deutschen Besitzungen. Neben dem Aufstieg zur europäischen Großmacht wird auch die aufblühende Wirtschaft dokumentiert. Das barocke Hofleben auf Schloss Oranienstein in Diez wird eben so veranschaulicht wie das Schicksal der skandalumwitterten Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau. Einen Einblick in die Überlieferungsgeschichte bieten Ausstellungsstücke zur Entstehung des nassauischen Hausarchivs in Dillenburg in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Erbverein (Abb.: Hess. HSTA Wiesbaden)

Die Ausstellung ist vom 3. Juni bis zum 30. August 2013 montags bis freitags von 9:00 bis 17:30 Uhr im Foyer des Hauptstaatsarchivs zu sehen; der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Hessisches Hauptstaatsarchiv
Mosbacher Straße 55
65187 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 8 81-0
Telefax: +49 (0) 611 8 81-1 45
Poststelle@hhstaw.hessen.de 
www.hauptstaatsarchiv.hessen.de

Stadtarchiv Zwickau für öffentliche Nutzung bis auf Weiteres geschlossen

Das Stadtarchiv Zwickau in der Lessingstraße musste für die öffentliche Nutzung seit dem 1. Juni 2013 geschlossen werden. Die Ursache für diesen gravierenden Schritt sind statische Probleme. Interessenten können jedoch weiterhin schriftliche Anfragen stellen. Geöffnet bleiben zudem die Teilbereiche, die im Verwaltungszentrum angesiedelt sind.

Der historische Bestand des Zwickauer Stadtarchivs befindet sich seit 1921 im Gebäude des damaligen König-Albert-Museums (heute: Kunstsammlungen). Obwohl das Haus in der Lessingstraße 1 ursprünglich nur für die musealen Sammlungen und die Ratsschulbibliothek gedacht war, mussten aus Platzgründen zu Beginn der 1920er Jahre die Archivbestände aus dem Rathaus in ein anderes Haus umgelagert werden. Die inhaltliche Verbindung zu den Beständen der Ratsschulbibliothek legte damals den Gedanken einer räumlichen Zusammenführung mit dieser nahe.

Seit dieser Zeit sind allerdings die Bestände von beiden Einrichtungen deutlich gewachsen und haben seit einigen Jahren zur allmählichen Überlastung der Raumkapazität geführt. Bereits seit Jahren wurde daher befürchtet, dass die statischen Bedingungen dem Gewicht auf Dauer nicht gewachsen sein könnten. Diese Sorgen wurden nun von zwei unabhängigen Gutachtern, die von der Stadtverwaltung beauftragt waren, bestätigt. Da in Teilbereichen von einer bis zu 60%igen Überlastung ausgegangen werden muss, ist in den oberen Etagen des Archivmagazins nur noch eine sehr eingeschränkte Begehbarkeit gegeben, so dass Publikumsverkehr nicht mehr zugelassen werden kann.

Das Kulturamt Zwickau geht davon aus, dass das Problem perspektivisch nur mit einem Umzug des Stadtarchivs gelöst werden kann. Ob ein neues Gebäude errichtet oder ein geeignetes Objekt genutzt bzw. gemietet wird, steht nicht fest. In der mittelfristigen Finanzplanung wurden vorsorglich gut 7 Millionen Euro für das Jahr 2016 eingestellt. Das Finanzdezernat will dem Stadtrat mit der Planung des Haushaltes 2014 vorschlagen, diesen Betrag schon ein Jahr eher einzuordnen.

Aus diesem Grund wurde der historische Bestand des Stadtarchivs im Westflügel der Kunstsammlungen für die öffentliche Nutzung am 1. Juni bis auf Weiteres geschlossen. Schriftliche Anfragen sind weiterhin möglich. Außerdem sind die Teilbereiche Bauaktenarchiv, Verwaltungsarchiv sowie die Außenstelle des historischen Archivs im Verwaltungszentrum (Personenstands- und Melderegister) weiterhin geöffnet.

Kontakt:
Stadtarchiv Zwickau
Lessingstr. 1
08058 Zwickau
stadtarchiv@zwickau.de

Quelle: Stadt Zwickau, Pressemitteilung, 29.5.2013